5 Dinge, die du jetzt mit Claude ausprobieren solltest – und wie sich die KI von ChatGPT unterscheidet
Claude ist längst mehr als ein gewöhnlicher KI-Chatbot. Mit Cowork, Projects, Artifacts und verschiedenen Connectors kannst du vollständige Arbeitsabläufe organisieren, Dateien bearbeiten, kleine Anwendungen erstellen und Aufgaben sogar von deinem Smartphone aus steuern. Ich zeige dir fünf Funktionen, die du direkt ausprobieren kannst, und erkläre, worin sich Claude und ChatGPT tatsächlich unterscheiden.

Wenn du bisher hauptsächlich ChatGPT verwendest, hast du vielleicht schon mitbekommen, dass immer häufiger über Claude gesprochen wird.
Besonders seit der Einführung von Claude Cowork hat sich einiges verändert.
Denn Claude kann inzwischen deutlich mehr, als Texte schreiben, Fragen beantworten oder Informationen recherchieren.
Du kannst der KI Zugriff auf bestimmte Dateien und Anwendungen geben und sie damit beauftragen, vollständige Aufgaben für dich zu erledigen.
Claude kann beispielsweise Dokumente auswerten, Dateien organisieren, Präsentationen erstellen oder Informationen aus unterschiedlichen Anwendungen zusammenführen.
Und das Interessante daran: Du musst währenddessen nicht die ganze Zeit vor deinem Computer sitzen.
Aber bedeutet das automatisch, dass Claude besser als ChatGPT ist?
Nicht unbedingt.
Beide Anwendungen haben sich in den vergangenen Monaten stark weiterentwickelt.
Auch ChatGPT verfügt mittlerweile über Projekte, verbundene Anwendungen und autonome Funktionen, mit denen du umfangreiche Aufgaben bearbeiten lassen kannst.
Der Unterschied liegt deshalb weniger darin, dass eine KI etwas grundsätzlich kann und die andere nicht.
Viel interessanter ist, wie die jeweiligen Funktionen aufgebaut sind, wie einfach du sie im Alltag einsetzen kannst und welche Arbeitsabläufe damit möglich werden.
Genau das schauen wir uns anhand von fünf konkreten Beispielen an.
Von der Chat-KI zum Arbeitswerkzeug: Was Claude heute ausmacht
Warum Claude gerade so oft Thema ist
Lange Zeit haben die meisten Menschen KI hauptsächlich für einzelne Fragen verwendet.
Du öffnest einen Chat, formulierst einen Prompt und erhältst eine Antwort.
Wenn du anschließend mit den Ergebnissen weiterarbeiten möchtest, musst du die Informationen häufig selbst in andere Programme übertragen.
Genau an dieser Stelle setzen die neuen KI-Agenten an.
Anstatt nur auf Fragen zu antworten, können sie vollständige Arbeitsabläufe übernehmen.
Dafür benötigen sie entsprechende Werkzeuge, Informationen und Berechtigungen.
Claude verbindet dafür inzwischen mehrere Funktionen miteinander:
Claude Cowork übernimmt umfangreichere Aufgaben und kann selbstständig mehrere Arbeitsschritte durchführen.
Claude Projects helfen dir dabei, wichtige Informationen, Dokumente und Anweisungen dauerhaft für bestimmte Themen bereitzustellen.
Claude Artifacts ermöglichen es, aus einer einfachen Beschreibung fertige Dokumente, Designs, Dashboards oder interaktive Anwendungen zu erstellen.
Claude Connectors verbinden deine KI mit externen Programmen wie Google Drive, Gmail, Notion oder Slack.
Und über die geräteübergreifenden Cowork-Funktionen kannst du Aufgaben auch von deinem Smartphone aus starten oder überwachen.
Diese Kombination macht Claude besonders interessant für Menschen, die KI nicht nur gelegentlich verwenden möchten, sondern regelmäßig damit arbeiten.
Dafür musst du weder programmieren können noch ein eigenes technisches System aufbauen.
Du solltest allerdings verstehen, welche Funktionen du benötigst und welche Berechtigungen du dafür erteilst.
Schauen wir uns die fünf Möglichkeiten genauer an.
1. Lass Claude Cowork echte Arbeit auf deinem Computer erledigen
Funktion: Claude Cowork
Verfügbarkeit: Kostenpflichtige Claude-Tarife, darunter Pro und Max
Geeignet für: Selbstständige, Unternehmen und alle, die regelmäßig mit Dateien und Dokumenten arbeiten.
Eine der interessantesten Funktionen von Claude ist Cowork.
Damit kannst du der KI vollständige Arbeitsaufträge geben, die über eine gewöhnliche Chatantwort hinausgehen.
Statt Claude beispielsweise nur zu fragen, wie du deine Dateien organisieren solltest, kannst du es damit beauftragen, die entsprechende Arbeit tatsächlich durchzuführen.
Du beschreibst das gewünschte Ergebnis und Claude arbeitet die erforderlichen Schritte ab.
Was kann Claude Cowork konkret machen?
Stell dir vor, du hast einen Ordner mit zahlreichen Kundenreports.
Darin befinden sich unterschiedliche PDF-Dateien mit Kampagnenergebnissen, Auswertungen oder anderen wichtigen Informationen.
Normalerweise müsstest du jede einzelne Datei öffnen, die relevanten Zahlen heraussuchen und anschließend selbst einen zusammenfassenden Bericht erstellen.
Mit Claude Cowork kannst du diese Aufgabe an die KI übergeben.
Claude kann die freigegebenen Dateien untersuchen, relevante Informationen extrahieren und daraus ein neues Dokument erstellen.
Dafür kann Cowork unter anderem:
- Vorhandene Dateien lesen und analysieren.
- Informationen aus mehreren Dokumenten zusammenführen.
- Dateien innerhalb freigegebener Ordner erstellen und bearbeiten.
- Tabellen und Daten auswerten.
- Berichte und Präsentationen vorbereiten.
- Aufgaben in einzelne Arbeitsschritte unterteilen und nacheinander bearbeiten.
- Passende Skills und Plugins einsetzen.
Du kannst währenddessen an anderen Aufgaben weiterarbeiten.
Wenn Claude zusätzliche Informationen benötigt oder eine Bestätigung erforderlich ist, kann es dich darauf aufmerksam machen.
Beispiel: Kundenreports automatisch zusammenfassen
Angenommen, du betreust mehrere Kunden und erhältst regelmäßig unterschiedliche Marketingreports.
Die Dateien liegen gesammelt in einem Ordner auf deinem Computer.
Dann kannst du folgenden Prompt verwenden.
Prompt anzeigen: Kundenreports Automatisch AuswertenPrompt ausblenden
KUNDENREPORTS AUTOMATISCH AUSWERTEN Ich habe auf meinem Desktop einen Ordner mit dem Namen „Kundenreports“. In diesem Ordner befinden sich mehrere PDF-Dateien mit den Ergebnissen unterschiedlicher Kundenprojekte. Bitte analysiere sämtliche PDF-Dateien in diesem Ordner. Extrahiere aus jedem Dokument die wichtigsten Kennzahlen, Ergebnisse und Entwicklungen. Berücksichtige dabei insbesondere: 1. Den Namen des jeweiligen Kunden. 2. Den Zeitraum, auf den sich der Report bezieht. 3. Die wichtigsten Performance-Kennzahlen. 4. Auffällige Veränderungen oder Entwicklungen. 5. Die zentralen Erkenntnisse aus dem jeweiligen Report. Erstelle anschließend ein neues, übersichtlich gestaltetes Dokument. Organisiere die Ergebnisse nach Kundennamen. Fasse die wichtigsten Informationen jedes Kunden in einem eigenen Abschnitt zusammen. Wenn mehrere Reports zum gleichen Kunden gehören, berücksichtige auch die Entwicklung zwischen den jeweiligen Zeiträumen. Achte darauf, dass du keine Zahlen miteinander vergleichst, die auf unterschiedlichen Definitionen oder Zeiträumen beruhen. Verwende ausschließlich Informationen aus den vorhandenen Dokumenten. Wenn wichtige Angaben fehlen, kennzeichne das ausdrücklich. Speichere das fertige Dokument im freigegebenen Ordner unter dem Namen „Kundenreport_Gesamtübersicht“. Verändere oder lösche keine Originaldateien.
So probierst du Claude Cowork aus
Installiere zunächst die aktuelle Claude-Desktop-App:
https://claude.com/download
Öffne anschließend Claude und wähle, sofern deine Oberfläche diese Unterscheidung noch anzeigt, den Bereich „Cowork“.
In der neuen, schrittweise eingeführten Claude-Oberfläche sind Chat und Cowork bereits stärker zusammengeführt.
Dort musst du nicht mehr zwingend zwischen beiden Modi wechseln. Du beschreibst deine Aufgabe und Claude entscheidet anhand der Anforderungen, welche Werkzeuge benötigt werden.
Wenn du mit lokalen Dateien arbeiten möchtest, gib Claude Zugriff auf den entsprechenden Ordner.
Wähle dafür möglichst nur den Ordner aus, den Claude tatsächlich benötigt.
Anschließend kannst du deinen Prompt eingeben und die Aufgabe starten.
Wichtig: Wo führt Claude Cowork die Arbeit eigentlich aus?
Hier hat sich seit der Einführung einiges verändert.
Früher lag ein Schwerpunkt von Cowork darauf, Aufgaben in einer isolierten Umgebung auf deinem eigenen Computer auszuführen.
Seit dem 6. Oktober 2026 laufen neue Cowork-Aufgaben bei Claude Pro und Max standardmäßig in der Cloud.
Das bedeutet, dass die eigentliche Verarbeitung auf Servern von Anthropic stattfindet.
Claude kann trotzdem weiterhin auf freigegebene lokale Ordner zugreifen.
Dafür muss allerdings die Claude-Desktop-App auf deinem Computer geöffnet und erreichbar sein.
Wenn eine Cloud-Aufgabe lokale Dateien benötigt, werden die jeweils erforderlichen Inhalte für die Verarbeitung abgerufen.
Das ist wichtig, wenn du mit vertraulichen Kundenunterlagen arbeitest.
Du solltest deshalb nicht davon ausgehen, dass sämtliche Daten grundsätzlich ausschließlich auf deinem eigenen Computer verarbeitet werden.
Was macht Cowork besonders?
Der entscheidende Vorteil ist, dass du nicht jeden einzelnen Arbeitsschritt selbst ausführen musst.
Du definierst das gewünschte Ergebnis und Claude übernimmt einen größeren Teil der praktischen Umsetzung.
Du musst dabei weder die notwendigen Befehle kennen noch selbst programmieren.
Und was kann ChatGPT?
Oft liest man noch, ChatGPT könne keine vergleichbaren Aufgaben übernehmen. Das ist inzwischen überholt.
Mit ChatGPT Work kann auch ChatGPT längere, mehrstufige Aufgaben ausführen.
In der Desktop-App kann Work mit entsprechender Berechtigung auf lokale Dateien und Anwendungen zugreifen.
Für Programmier- und Entwicklungsaufgaben gibt es zusätzlich Codex.
Der Unterschied liegt deshalb vor allem in der konkreten Umsetzung, den verfügbaren Werkzeugen und der Bedienoberfläche.
2. Gib Claude unterwegs Aufgaben und hol dir später das Ergebnis
Funktion: Claude Cowork auf Smartphone, Desktop und im Web
Früher: Claude Dispatch als eigenständige Vorschaufunktion
Geeignet für: Alle, die unterwegs Aufgaben delegieren und Ergebnisse später überprüfen möchten.
Eine weitere interessante Funktion ist die Möglichkeit, Claude über mehrere Geräte hinweg zu verwenden.
Vielleicht arbeitest du normalerweise an deinem MacBook oder Windows-PC.
Zwischendurch bist du allerdings unterwegs, sitzt in einem Termin oder möchtest eine Aufgabe erledigen lassen, ohne deinen Laptop öffnen zu müssen.
Genau dafür gibt es die geräteübergreifenden Cowork-Funktionen.
Was war Claude Dispatch?
Anthropic stellte im März 2026 zunächst eine Funktion namens Dispatch vor.
Damit konntest du eine Verbindung zwischen der Claude-App auf deinem Smartphone und einer Cowork-Sitzung auf deinem Computer herstellen.
Du konntest also von unterwegs einen Auftrag senden und Claude anschließend auf deinem Computer damit arbeiten lassen.
Die ursprüngliche Idee war besonders praktisch für Aufgaben, bei denen lokale Dateien oder Programme benötigt wurden.
Allerdings hat sich diese Funktion inzwischen verändert.
Dispatch ist inzwischen nur noch für bestimmte bestehende Nutzer verfügbar. Neue Nutzer können die frühere Dispatch-Funktion nicht mehr aktivieren.
Stattdessen setzt Anthropic inzwischen stärker auf die reguläre geräteübergreifende Nutzung von Cowork.
Wie funktioniert das heute?
Claude Cowork kann inzwischen auf dem Desktop, im Browser und auf unterstützten Smartphones verwendet werden.
Du kannst eine Aufgabe auf einem Gerät beginnen und die entsprechende Unterhaltung später auf einem anderen Gerät fortsetzen.
Bei unterstützten Cloud-Aufgaben läuft die Verarbeitung weiter, auch wenn du deinen Computer schließt.
Du kannst den Fortschritt anschließend über dein Smartphone überprüfen.
Wenn Claude deine Rückmeldung benötigt, kannst du darauf reagieren und den Arbeitsablauf fortsetzen.
Was kannst du damit machen?
Du kannst beispielsweise:
- Eine umfangreiche Recherche vom Smartphone aus starten.
- Eine laufende Aufgabe unterwegs überprüfen.
- Rückfragen beantworten.
- Arbeitsergebnisse ansehen.
- Eine Aufgabe mit zusätzlichen Informationen ergänzen.
- Fertige Dateien später am Computer weiterbearbeiten.
Das funktioniert besonders gut bei Aufgaben, die ausschließlich Cloud-Dateien oder verbundene Anwendungen benötigen.
Wenn Claude dagegen auf lokale Dateien deines Computers zugreifen soll, muss die entsprechende Desktop-Verbindung verfügbar sein.
Beispiel: Eine Präsentation vom Smartphone aus aktualisieren
Angenommen, du bist gerade unterwegs und erhältst neue Umsatzzahlen für eine Präsentation.
Du möchtest die Zahlen direkt aktualisieren lassen, ohne selbst deinen Computer öffnen zu müssen.
Prompt anzeigen: Präsentation Mit Aktuellen Umsatzzahlen ÜberarbeitenPrompt ausblenden
PRÄSENTATION MIT AKTUELLEN UMSATZZAHLEN ÜBERARBEITEN Suche in meinem verbundenen Google Drive oder in meinem freigegebenen Dokumentenordner nach der Vertriebspräsentation aus dem vergangenen Monat. Öffne die aktuellste Version. Suche anschließend die Folie, auf der die Umsatzergebnisse dargestellt werden. Ersetze die bisherigen Zahlen durch folgende aktuelle Werte: [AKTUELLE UMSATZZAHLEN EINFÜGEN] Überprüfe, ob die bestehenden Diagramme und Beschriftungen entsprechend angepasst werden müssen. Achte darauf, dass das ursprüngliche Design der Präsentation erhalten bleibt. Verwende weiterhin die vorhandenen Schriftarten, Farben und Layouts. Speichere die aktualisierte Präsentation unter einem neuen Dateinamen. Überschreibe nicht die Originaldatei. Wenn du Zugriff auf meinen freigegebenen Desktop-Ordner hast, speichere die neue Version dort. Alternativ stelle mir die fertige Datei in der Unterhaltung bereit. Zeige mir anschließend, welche Änderungen du vorgenommen hast.
Was solltest du bei lokalen Dateien beachten?
Wenn die Präsentation beispielsweise in Google Drive liegt und die entsprechende Verbindung eingerichtet ist, kann Claude direkt mit der verfügbaren Cloud-Datei arbeiten.
Wenn sich die Präsentation ausschließlich auf deinem Computer befindet, benötigt Claude dagegen eine passende lokale Verbindung.
Die Claude-Desktop-App muss dafür geöffnet und erreichbar sein.
Nicht jede Aufgabe, die du über dein Smartphone startest, kann automatisch auf sämtliche Dateien deines Computers zugreifen.
Was ist der Unterschied zwischen Cloud-Aufgaben und lokalen Aufgaben?
Cloud-Aufgaben
Claude führt die Arbeit auf den Servern von Anthropic aus.
Du kannst deinen Laptop schließen und später auf einem anderen Gerät zur Aufgabe zurückkehren.
Aufgaben mit Zugriff auf deinen Computer
Claude benötigt zusätzlich eine Verbindung zu deinem lokalen Gerät.
Dafür muss die Claude-Desktop-App geöffnet und dein Computer erreichbar sein.
Wenn diese Verbindung unterbrochen wird, kann Claude möglicherweise weiter an anderen Teilen der Aufgabe arbeiten, aber nicht mehr auf die lokalen Dateien zugreifen.
Und was kann ChatGPT?
Auch hier gilt: ChatGPT hat inzwischen nachgezogen und bietet vergleichbare Möglichkeiten.
Mit ChatGPT Work kannst du Aufgaben im Web oder auf deinem Smartphone starten und in der Cloud weiterbearbeiten lassen.
Zusätzlich gibt es Remote-Verbindungen, über die du unterstützte Aufgaben auf einem verbundenen Computer überwachen und steuern kannst.
Auch Codex bietet entsprechende Möglichkeiten für Entwicklungsaufgaben.
Beide Plattformen unterstützen damit inzwischen die geräteübergreifende Arbeit.
Der Unterschied besteht vor allem darin, wie die jeweiligen Verbindungen eingerichtet werden und welche Funktionen innerhalb der einzelnen Tarife verfügbar sind.
3. Erstelle ein Claude-Projekt, das dein Business bereits kennt
Funktion: Claude Projects
Verfügbarkeit: Auch im kostenlosen Claude-Tarif
Geeignet für: Selbstständige, Content-Creator, Unternehmen und alle, die regelmäßig an denselben Themen arbeiten.
Eine der einfachsten Möglichkeiten, mit Claude bessere Ergebnisse zu erzielen, sind Projects.
Damit kannst du für unterschiedliche Themen eigene Arbeitsbereiche erstellen.
Innerhalb dieser Projekte lassen sich wichtige Informationen, Dokumente und Anweisungen hinterlegen.
So musst du Claude nicht bei jeder Unterhaltung erneut erklären, wer du bist, für wen du arbeitest oder welche Anforderungen deine Texte erfüllen sollen.
Wie funktioniert ein Claude-Projekt?
Angenommen, du verwendest Claude regelmäßig für dein Marketing.
Dann könntest du ein eigenes Projekt mit dem Namen „Content-Strategie“ erstellen.
In diesem Projekt hinterlegst du beispielsweise:
- Deine Markenrichtlinien.
- Deine Positionierung.
- Deine Zielgruppenbeschreibung.
- Beispiele deiner bisherigen Texte.
- Informationen über deine Produkte oder Dienstleistungen.
- Deine bevorzugte Tonalität.
- Wichtige Regeln für die Erstellung deiner Inhalte.
Anschließend legst du fest, wie Claude mit diesen Informationen arbeiten soll.
Wenn du später innerhalb dieses Projekts eine neue Unterhaltung startest, stehen die hinterlegten Projektinformationen wieder zur Verfügung.
Claude kann sich dadurch besser an deinen Anforderungen orientieren.
Was ist daran besonders hilfreich?
Die Qualität von KI-Antworten hängt stark davon ab, welche Informationen du bereitstellst.
Wenn du Claude lediglich bittest, einen Instagram-Beitrag zu schreiben, erhältst du möglicherweise einen allgemeinen Text.
Wenn Claude dagegen deine Zielgruppe, dein Angebot und deinen Schreibstil kennt, kann die Antwort deutlich spezifischer ausfallen.
Genau dafür eignen sich Projects.
Beispiel: Dein persönliches Content-Strategie-Projekt
Erstelle zunächst ein neues Projekt mit dem Namen:
Content-Strategie
Lade anschließend deine wichtigsten Dokumente hoch.
Das können beispielsweise deine Branding-Richtlinien, deine Zielgruppenanalyse oder einige bisherige Instagram-Captions sein.
Öffne danach die Projekteinstellungen und füge die folgenden Anweisungen hinzu.
Prompt anzeigen: Mein Persönlicher Content-StrategePrompt ausblenden
MEIN PERSÖNLICHER CONTENT-STRATEGE Du bist mein persönlicher Content-Stratege. Deine Aufgabe besteht darin, mich bei der Entwicklung, Planung und Erstellung meiner Marketinginhalte zu unterstützen. Nutze die hochgeladenen Dokumente als Grundlage für deine Arbeit. Berücksichtige dabei insbesondere: 1. Meine Markenpositionierung. 2. Meine Zielgruppe und deren Bedürfnisse. 3. Meinen bisherigen Schreibstil. 4. Meine festgelegten Markenfarben und Gestaltungsrichtlinien. 5. Meine Produkte, Dienstleistungen und geschäftlichen Ziele. Wenn du Texte für mich erstellst, orientiere dich an meinem persönlichen Schreibstil. Analysiere dafür die hochgeladenen Textbeispiele. Verwende eine natürliche, verständliche und direkte Sprache. Vermeide allgemeine Werbefloskeln und unnötige Fachbegriffe. Achte darauf, dass meine Inhalte einen konkreten Mehrwert für meine Zielgruppe bieten. Beziehe dich auf die bereitgestellten Dokumente, wenn du Aussagen über meine Marke, meine Angebote oder meine Zielgruppe triffst. Wenn wichtige Informationen fehlen, weise mich darauf hin. Erfinde keine Produkte, Erfahrungen oder Unternehmensinformationen. Du sollst nicht einfach jede meiner Ideen bestätigen, sondern Vorschläge kritisch bewerten und bei Bedarf bessere Alternativen empfehlen.
So richtest du dein Projekt ein
Öffne Claude und gehe zu:
https://claude.ai/projects
Klicke anschließend auf „New Project“.
Gib deinem Projekt einen Namen und füge eine passende Beschreibung hinzu.
Anschließend kannst du die relevanten Dokumente in der Wissensdatenbank des Projekts hinterlegen.
Über „Set project instructions“ legst du fest, wie Claude innerhalb dieses Projekts mit dir arbeiten soll.
Sind Projects kostenpflichtig?
Nein.
Claude Projects stehen inzwischen auch im kostenlosen Tarif zur Verfügung.
Mit Claude Free kannst du bis zu fünf Projekte erstellen.
In den kostenpflichtigen Tarifen stehen dir umfangreichere Nutzungsmöglichkeiten zur Verfügung.
Merkt sich Claude wirklich sämtliche Unterhaltungen?
Hier ist eine wichtige Unterscheidung notwendig.
Die Informationen, die du in der Projekt-Wissensdatenbank hinterlegst, können über mehrere Unterhaltungen hinweg verwendet werden.
Das bedeutet allerdings nicht automatisch, dass sämtliche Inhalte jeder früheren Unterhaltung vollständig in jedem neuen Chat berücksichtigt werden.
Wichtige Informationen solltest du deshalb ausdrücklich in den Projektunterlagen oder Projektanweisungen hinterlegen.
Und was kann ChatGPT?
Auch ChatGPT bietet inzwischen sehr ähnliche Projektfunktionen.
Du kannst eigene Projekte erstellen, Dateien hinterlegen und individuelle Projektanweisungen verwenden.
Außerdem können ChatGPT-Projekte inzwischen in unterschiedlichen Tarifen mit anderen Personen geteilt werden.
Auch im kostenlosen ChatGPT-Tarif kannst du Projekte verwenden.
Dass Claude hier eine grundsätzlich einzigartige Funktion hätte, stimmt deshalb nicht mehr.
Wo liegt der Unterschied?
Beide Anwendungen bieten eigene Arbeitsbereiche mit dauerhaft hinterlegten Informationen.
Unterschiede ergeben sich unter anderem bei den verfügbaren Modellen, den Datei- und Nutzungslimits sowie der Einbindung weiterer Funktionen.
Gerade für Marketing, Content-Erstellung und Kundenprojekte ist das eine der sinnvollsten Grundlagen für bessere KI-Ergebnisse.
4. Lass Claude fertige Anwendungen, Rechner und Dokumente erstellen
Funktion: Claude Artifacts
Verfügbarkeit: Artifacts sind grundsätzlich in allen Claude-Tarifen verfügbar. Einzelne erweiterte Vorlagen benötigen einen kostenpflichtigen Tarif.
Geeignet für: Selbstständige, Unternehmen und alle, die eigene kleine Tools oder interaktive Inhalte erstellen möchten.
Claude kann nicht nur Texte und Ideen liefern.
Mit Artifacts kannst du aus einer einfachen Beschreibung direkt verwendbare Ergebnisse erstellen lassen.
Das können beispielsweise Dokumente, Präsentationen, Dashboards, kleine Webanwendungen oder interaktive Rechner sein.
Der große Vorteil besteht darin, dass du die Ergebnisse direkt in Claude ansehen und bearbeiten kannst.
Du benötigst dafür nicht zwangsläufig eigene Programmierkenntnisse.
Was sind Claude Artifacts?
Artifacts sind eigenständige Inhalte, die Claude während einer Unterhaltung erstellen kann.
Sie werden neben dem eigentlichen Chat angezeigt.
Du kannst sie überprüfen, Veränderungen anfordern und je nach Art des Ergebnisses direkt damit interagieren.
Beispielsweise kannst du Claude bitten, einen interaktiven Budgetrechner zu erstellen.
Anstatt nur eine Erklärung oder einen Programmcode zu erhalten, kannst du einen tatsächlich verwendbaren Rechner bekommen.
Dort trägst du deine eigenen Zahlen ein und siehst, wie sich die Ergebnisse verändern.
Welche Art von Artifacts kannst du erstellen?
Claude unterstützt inzwischen unterschiedliche Arten von Inhalten.
Dazu gehören:
Dokumente: Du kannst strukturierte Inhalte erstellen und anschließend weiterbearbeiten.
Präsentationen: Claude kann aus deinen Informationen Folien erstellen, die du bearbeiten oder exportieren kannst.
Designs: Du kannst visuelle Entwürfe, einfache Landingpages und andere Gestaltungselemente entwickeln.
Dashboards: In unterstützten Tarifen kannst du Daten in interaktiven Übersichten visualisieren.
Kleine Anwendungen: Du kannst interaktive Werkzeuge entwickeln, beispielsweise Rechner, Planer oder andere einfache Webanwendungen.
Darüber hinaus lassen sich weitere Inhalte wie Diagramme, Ablaufpläne oder einfache Prototypen erstellen.
Beispiel: Einen interaktiven Budgetrechner erstellen
Angenommen, du möchtest deine monatlichen Einnahmen und Ausgaben übersichtlich darstellen.
Dann kannst du Claude bitten, dir einen entsprechenden Rechner zu entwickeln.
Prompt anzeigen: Interaktiven Budgetrechner ErstellenPrompt ausblenden
INTERAKTIVEN BUDGETRECHNER ERSTELLEN Erstelle mir einen interaktiven Budgetrechner, den ich direkt in Claude verwenden kann. Ich möchte damit meine monatlichen Einnahmen und Ausgaben übersichtlich planen. Der Rechner soll folgende Funktionen enthalten: 1. Monatliche Einnahmen Ich möchte meine gesamten monatlichen Einnahmen über ein Eingabefeld eintragen können. 2. Ausgabenkategorien Erstelle folgende Kategorien: - Miete und Wohnen. - Lebensmittel. - Mobilität und Transport. - Sparen. - Freizeit und persönliche Ausgaben. Für jede Kategorie soll ein eigenes Eingabefeld vorhanden sein. 3. Automatische Berechnung Der Rechner soll automatisch berechnen, wie hoch meine gesamten monatlichen Ausgaben sind. Zusätzlich möchte ich sehen, welcher Betrag nach Abzug der eingegebenen Ausgaben von meinen Einnahmen übrig bleibt. 4. Interaktives Diagramm Erstelle ein Kreisdiagramm, das die Verteilung meiner Ausgaben visualisiert. Wenn ich einen Betrag verändere, soll sich das Diagramm unmittelbar aktualisieren. 5. Gestaltung Verwende ein modernes, minimalistisches und übersichtliches Design. Die Eingabefelder sollen klar beschriftet sein. Achte darauf, dass der Rechner auch auf kleineren Bildschirmen gut bedienbar ist. 6. Ergebnis Erstelle den Rechner als interaktives Artifact. Ich möchte sämtliche Eingaben direkt ausprobieren und die Ergebnisse in Echtzeit überprüfen können.
Was passiert nach dem Prompt?
Claude kann daraus eine kleine interaktive Anwendung erstellen.
Du kannst die Eingabefelder direkt verwenden und die angezeigten Ergebnisse überprüfen.
Wenn dir beispielsweise das Design nicht gefällt oder du weitere Kategorien benötigst, kannst du anschließend Änderungen anfordern.
Du musst den vorhandenen Code dafür normalerweise nicht selbst bearbeiten.
Artifacts wurden inzwischen deutlich erweitert
Seit der Einführung hat Anthropic die Möglichkeiten von Artifacts weiter ausgebaut.
Inzwischen gibt es unter anderem spezielle Vorlagen für Dokumente, Präsentationen und Designs.
Für bestimmte kostenpflichtige Tarife stehen zusätzlich Dashboards zur Verfügung.
Die verfügbaren Vorlagen können je nach Tarif unterschiedlich sein.
Neuere Artifacts lassen sich außerdem zwischen unterschiedlichen Claude-Oberflächen verwenden.
Du kannst beispielsweise ein Ergebnis auf dem Desktop erstellen und später im Web erneut öffnen.
Kannst du Artifacts herunterladen oder teilen?
Ja.
Je nach Art des Artifacts kannst du das Ergebnis bearbeiten, teilen oder in einem unterstützten Format exportieren.
Präsentationen lassen sich beispielsweise als PowerPoint- oder PDF-Dateien ausgeben.
Bei interaktiven Anwendungen hängen die Möglichkeiten davon ab, wie das Artifact aufgebaut ist und welche Funktionen verwendet werden.
Und was kann ChatGPT?
Auch ChatGPT kann inzwischen interaktive Werkzeuge und Anwendungen erstellen.
Neben der klassischen Erstellung von Code, Dokumenten und Tabellen bietet OpenAI mittlerweile ChatGPT Sites an.
Damit lassen sich interaktive Websites und kleinere Anwendungen entwickeln, in einer Vorschau testen und bei Bedarf veröffentlichen.
Sites stehen in unterstützten ChatGPT-Tarifen zur Verfügung, darunter Plus und Pro.
Auch ChatGPT Work kann umfangreichere Dokumente, Präsentationen und andere fertige Arbeitsergebnisse erstellen.
Was ist also der Unterschied?
Claude Artifacts sind besonders eng mit der Claude-Unterhaltung verbunden.
Du kannst kleine Anwendungen, Designs und Dokumente direkt im Kontext des Chats entwickeln und bearbeiten.
ChatGPT bietet ebenfalls entsprechende Funktionen, teilweise jedoch über andere Oberflächen und Werkzeuge wie Work oder Sites.
Welche Lösung sich für dich besser eignet, hängt davon ab, was du erstellen möchtest.
Wenn du beispielsweise schnell einen interaktiven Rechner entwickeln möchtest, lohnt es sich, den identischen Prompt in beiden Anwendungen auszuprobieren.
Vergleiche anschließend nicht nur das Design, sondern auch die Funktionsfähigkeit und wie einfach sich Änderungen umsetzen lassen.
5. Kombiniere Claude Connectors mit Cowork und automatisiere ganze Arbeitsabläufe
Funktion: Claude Connectors + Cowork
Verfügbarkeit: Connectors sind je nach Anwendung und Tarif verfügbar. Die vollständigen Cowork-Funktionen benötigen einen geeigneten kostenpflichtigen Tarif.
Geeignet für: Selbstständige, Marketingteams und Unternehmen, die mit mehreren digitalen Anwendungen arbeiten.
Jetzt kommen wir zu einer der interessantesten Kombinationen innerhalb von Claude.
Denn ein KI-Agent wird besonders hilfreich, wenn er nicht ausschließlich auf einzelne Dateien zugreifen kann.
Viel spannender wird es, wenn Claude Informationen aus mehreren Anwendungen miteinander verbindet.
Genau dafür gibt es die sogenannten Connectors.
Was ist ein Claude Connector?
Ein Connector ist eine Verbindung zwischen Claude und einer externen Anwendung.
Damit kannst du Claude Zugriff auf bestimmte Informationen oder Funktionen eines anderen Programms geben.
Zu den unterstützten Anwendungen gehören beispielsweise:
- Gmail.
- Google Drive.
- Google Kalender.
- Slack.
- Notion.
- Weitere Anwendungen für Kommunikation, Projektmanagement und Unternehmensorganisation.
Je nach Connector kann Claude Informationen abrufen, durchsuchen oder bestimmte Aktionen ausführen.
Du musst die Daten also nicht mehr grundsätzlich manuell kopieren und in Claude einfügen.
Warum ist die Kombination mit Cowork interessant?
Ein einzelner Connector ist bereits hilfreich.
Du kannst Claude beispielsweise bitten, Informationen aus deinem Google Drive zu suchen.
Oder du lässt dir die wichtigsten E-Mails der vergangenen Woche zusammenstellen.
In Kombination mit Cowork kannst du daraus allerdings einen vollständigen Arbeitsablauf machen.
Du kannst mehrere Anwendungen verwenden, Informationen zusammenführen und daraus ein fertiges Arbeitsergebnis erstellen lassen.
Ein Beispiel aus dem Marketing
Angenommen, du erhältst regelmäßig Informationen von deinem Marketingteam per E-Mail.
Zusätzlich befinden sich deine aktuellen Markenrichtlinien in Google Drive.
Du möchtest aus diesen Informationen ein neues Content-Briefing erstellen.
Normalerweise würdest du zunächst dein E-Mail-Postfach öffnen und sämtliche relevanten Nachrichten zusammensuchen.
Anschließend würdest du die aktuellen Branding-Dokumente in Google Drive öffnen und daraus ein Briefing erstellen.
Mit Claude kannst du diese Schritte innerhalb einer Aufgabe zusammenfassen.
Beispiel: Aus E-Mails und Google Drive ein Content-Briefing erstellen
Prompt anzeigen: Content-Briefing Aus Meinen Verbundenen Anwendungen ErstellenPrompt ausblenden
CONTENT-BRIEFING AUS MEINEN VERBUNDENEN ANWENDUNGEN ERSTELLEN Durchsuche mein verbundenes Gmail-Postfach nach sämtlichen relevanten E-Mails meines Marketingteams aus dieser Woche. Analysiere die Nachrichten und fasse die wichtigsten Informationen zusammen. Berücksichtige insbesondere: 1. Neue Content-Ideen. 2. Geplante Marketingmaßnahmen. 3. Offene Aufgaben und Vereinbarungen. 4. Wichtige Hinweise oder Änderungen. Öffne anschließend mein verbundenes Google Drive. Suche dort nach dem aktuellsten Dokument mit meinen Markenrichtlinien. Analysiere die darin enthaltenen Informationen. Berücksichtige insbesondere die Markenpositionierung, die Zielgruppe, den Schreibstil und die festgelegten Kommunikationsregeln. Erstelle anschließend auf Grundlage der E-Mails und der aktuellen Markenrichtlinien ein vollständiges Content-Briefing. Das Briefing soll folgende Bereiche enthalten: 1. Ziel des Contents Erkläre, was mit den geplanten Inhalten erreicht werden soll. 2. Zielgruppe Beschreibe, welche Personen angesprochen werden sollen und welche Bedürfnisse besonders relevant sind. 3. Zentrale Botschaften Fasse die wichtigsten Aussagen zusammen, die kommuniziert werden sollen. 4. Konkrete Content-Ideen Entwickle passende Ideen für Instagram oder LinkedIn, die sich aus den vorhandenen Informationen ableiten lassen. 5. Tonalität und Gestaltung Berücksichtige die vorhandenen Markenrichtlinien und erkläre, worauf bei der Umsetzung geachtet werden sollte. 6. Nächste Schritte Erstelle eine Übersicht der Aufgaben, die für die Umsetzung notwendig sind. Speichere das fertige Briefing als neues Dokument. Wenn ein freigegebener Desktop-Ordner verfügbar ist, kannst du die Datei dort ablegen. Alternativ stelle mir die fertige Datei direkt in der Unterhaltung bereit. Verändere keine vorhandenen Originaldokumente. Versende keine Nachrichten und veröffentliche keine Inhalte ohne meine ausdrückliche Zustimmung.
Was ist daran besonders?
Du musst die Informationen nicht mehr selbst zwischen verschiedenen Programmen übertragen.
Claude übernimmt einen großen Teil der Recherche und Aufbereitung.
Anschließend erhältst du ein fertiges Briefing, mit dem du direkt weiterarbeiten kannst.
Das kann vor allem dann Zeit sparen, wenn du regelmäßig ähnliche Aufgaben erledigst.
Wie verbindest du deine Anwendungen mit Claude?
Öffne Claude und gehe in den Bereich:
Customize → Connectors
Dort kannst du nach den gewünschten Anwendungen suchen.
Wähle beispielsweise Google Drive aus und melde dich mit deinem entsprechenden Konto an.
Anschließend erteilst du die erforderlichen Berechtigungen.
Wiederhole diesen Vorgang für weitere Anwendungen, die du tatsächlich benötigst.
Sobald die Verbindung eingerichtet ist, kannst du die entsprechenden Informationen innerhalb deiner Claude-Unterhaltungen verwenden.
Was solltest du bei den Berechtigungen beachten?
Nicht jeder Connector besitzt dieselben Funktionen.
Einige Anwendungen ermöglichen lediglich das Lesen von Informationen.
Andere unterstützen zusätzlich das Erstellen, Bearbeiten oder Löschen bestimmter Inhalte.
Du solltest deshalb genau prüfen, welche Berechtigungen du erteilst.
Wenn du Claude lediglich für Recherchen oder Berichte verwenden möchtest, ist ein eingeschränkter Zugriff häufig ausreichend.
Und was kann ChatGPT?
Auch ChatGPT kann inzwischen verschiedene Anwendungen miteinander verbinden.
Über Plugins und ChatGPT Work lassen sich Informationen aus Gmail, Google Drive, Slack und anderen unterstützten Diensten abrufen und innerhalb mehrstufiger Aufgaben verwenden.
ChatGPT kann daraus beispielsweise Berichte, Präsentationen oder andere Dokumente erstellen.
Die verbreitete Aussage, ChatGPT könne lediglich Informationen aus Connectors abrufen, während nur Claude vollständige Arbeitsabläufe ausführt, ist deshalb nicht mehr korrekt.
Wo liegt der Unterschied?
Die beiden Plattformen unterscheiden sich vor allem in ihren Oberflächen, den verfügbaren Integrationen und der technischen Umsetzung ihrer Agenten.
Claude verbindet Connectors eng mit Cowork, Skills und Plugins.
ChatGPT setzt für entsprechende Arbeitsabläufe unter anderem auf Work, Plugins und geplante Aufgaben.
Beide Lösungen können Informationen aus unterschiedlichen Anwendungen kombinieren und daraus fertige Ergebnisse erstellen.
Entscheidend ist deshalb, welche Anwendungen du bereits verwendest und wie gut sie sich in deinen jeweiligen Arbeitsablauf integrieren lassen.
Claude oder ChatGPT: Welche KI eignet sich besser für deinen Arbeitsalltag?
Nachdem wir uns die fünf Funktionen angesehen haben, stellt sich natürlich die Frage, welche Plattform du verwenden solltest.
Eine pauschale Antwort wäre hier wenig sinnvoll.
Beide Anwendungen unterstützen inzwischen umfangreiche Arbeitsabläufe und entwickeln ihre Funktionen kontinuierlich weiter.
Dennoch gibt es einige Unterschiede, die du bei deiner Entscheidung berücksichtigen kannst.
| Funktion | Claude | ChatGPT |
|---|---|---|
| Umfangreiche Aufgaben mit KI-Agenten | Claude Cowork | ChatGPT Work und Codex |
| Arbeiten mit lokalen Dateien | Über freigegebene Ordner und Desktop-Verbindung | Über Work oder Codex mit entsprechenden Berechtigungen |
| Aufgaben vom Smartphone steuern | Cowork auf Mobilgeräten | Work, Remote und Codex Cloud |
| Eigene Projekte mit Kontext | Claude Projects | ChatGPT Projects |
| Interaktive Anwendungen erstellen | Claude Artifacts | ChatGPT Sites und weitere Werkzeuge |
| Externe Programme verbinden | Claude Connectors | ChatGPT Plugins |
| Mehrere Anwendungen in einer Aufgabe kombinieren | Cowork mit Connectors | Work mit Plugins |
| Wiederkehrende Aufgaben | Geplante Cowork-Aufgaben | Geplante Aufgaben in ChatGPT |
| Arbeiten ohne Programmierkenntnisse | Ja | Ja |
Diese Übersicht zeigt vor allem eines:
Die entscheidenden Unterschiede liegen nicht mehr darin, ob eine Plattform überhaupt KI-Agenten unterstützt. Beide können das inzwischen.
Wichtiger ist, wie zuverlässig eine bestimmte Aufgabe umgesetzt wird und wie gut die jeweiligen Werkzeuge in deinen Alltag passen.
Wann kann Claude besonders interessant sein?
Claude lohnt sich vor allem dann, wenn du regelmäßig umfangreiche Aufgaben mit Dokumenten erledigst, viele Informationen auswerten möchtest oder mit Artifacts eigene kleine Werkzeuge entwickelst.
Die Kombination aus Cowork, Projects und Connectors ermöglicht zusammenhängende Arbeitsabläufe.
Auch die Möglichkeit, vorhandene Dateien und Anwendungen direkt einzubeziehen, kann hilfreich sein.
Wann kann ChatGPT besonders interessant sein?
ChatGPT bietet mit Work, Codex und Plugins ebenfalls zahlreiche Möglichkeiten zur Automatisierung.
Gerade wenn du bereits viele Arbeitsabläufe innerhalb von ChatGPT eingerichtet hast, musst du deshalb nicht zwangsläufig zu Claude wechseln.
Wenn du beispielsweise ChatGPT-Projekte, eigene Plugins oder bestehende Work-Abläufe verwendest, kann es sinnvoller sein, diese zunächst weiterzuentwickeln.
Ein Wechsel ist vor allem dann interessant, wenn Claude eine bestimmte Aufgabe für dich nachweislich besser oder einfacher erledigt.
Was solltest du in Deutschland beim Einsatz von KI-Agenten beachten?
Wenn du Claude oder ChatGPT für private Aufgaben verwendest, sind die Anforderungen häufig überschaubar.
Sobald du allerdings geschäftliche Informationen verarbeitest, solltest du genauer hinschauen.
Das gilt insbesondere für Kundenunterlagen, interne Dokumente, Meeting-Notizen und personenbezogene Daten.
1 Prüfe, welche Daten die KI verarbeitet
Wenn du Claude Zugriff auf lokale Ordner oder externe Anwendungen gibst, können die freigegebenen Informationen für die Bearbeitung deiner Aufgaben verwendet werden.
Bei Cowork werden neue Aufgaben in den entsprechenden Tarifen inzwischen in der Cloud verarbeitet.
Du solltest deshalb nicht davon ausgehen, dass die Verarbeitung ausschließlich auf deinem eigenen Computer stattfindet.
2 Berücksichtige die DSGVO
Wenn du personenbezogene Daten von Kunden, Mitarbeitenden oder anderen Personen verarbeitest, gelten die entsprechenden datenschutzrechtlichen Anforderungen.
Dazu gehören unter anderem eine geeignete Rechtsgrundlage, notwendige Verträge zur Auftragsverarbeitung und angemessene Schutzmaßnahmen.
Prüfe deshalb die Datenschutzbedingungen und Einstellungen der jeweiligen Plattform.
Besonders bei verbundenen Drittanwendungen können zusätzliche Datenverarbeitungen stattfinden.
3 Erteile nur notwendige Berechtigungen
Wenn Claude lediglich Dokumente analysieren soll, benötigt es normalerweise keinen Zugriff auf sämtliche Dateien deines Computers.
Genauso muss ein Agent, der E-Mails zusammenfasst, nicht automatisch Nachrichten versenden dürfen.
Beschränke den Zugriff möglichst auf die Informationen und Aktionen, die für die jeweilige Aufgabe tatsächlich benötigt werden.
4 Überprüfe wichtige Ergebnisse
Auch KI-Agenten können Fehler machen.
Das gilt beispielsweise für die Interpretation von Kennzahlen, die Zusammenfassung von Dokumenten oder Änderungen an vorhandenen Dateien.
Überprüfe deshalb besonders wichtige Arbeitsergebnisse, bevor du sie verwendest oder an andere Personen weitergibst.
Bei geschäftskritischen Aktionen solltest du entsprechende Freigaben einrichten.
Fazit: Vergleiche nicht nur die KI-Modelle, sondern was du tatsächlich damit erledigen kannst
Claude hat sich in den vergangenen Monaten stark weiterentwickelt.
Mit Cowork, Projects, Artifacts und Connectors kannst du inzwischen umfangreiche Arbeitsabläufe innerhalb einer Plattform organisieren.
Du kannst Dateien bearbeiten lassen, Informationen aus mehreren Anwendungen zusammenführen und Aufgaben auch unterwegs starten oder überwachen.
Das ist besonders interessant, wenn du KI nicht nur gelegentlich verwenden möchtest, sondern als festen Bestandteil deiner Arbeit einsetzen willst.
Allerdings hat auch ChatGPT inzwischen zahlreiche vergleichbare Funktionen eingeführt.
Deshalb würde ich nicht automatisch davon ausgehen, dass du zu einer bestimmten Plattform wechseln musst, um produktiver arbeiten zu können.
Viel sinnvoller ist es, dir eine konkrete Aufgabe aus deinem Arbeitsalltag herauszusuchen.
Vielleicht möchtest du mehrere Kundenreports zusammenfassen, regelmäßig Content-Briefings erstellen oder deine Projektorganisation verbessern.
Probiere diese Aufgabe anschließend mit Claude und gegebenenfalls auch mit ChatGPT aus.
Vergleiche, wie einfach die Einrichtung funktioniert, wie zuverlässig die Ergebnisse sind und wie viel manuelle Nacharbeit notwendig bleibt.
Denn letztendlich ist nicht entscheidend, welche KI die meisten Funktionen besitzt, sondern welche dir bei deinen tatsächlichen Aufgaben am meisten Arbeit abnimmt.
Die 5 Claude-Funktionen noch einmal im Überblick
1 Claude Cowork – vollständige Aufgaben erledigen lassen
Mit Cowork kannst du Claude umfangreichere Aufgaben übergeben. Dazu gehören beispielsweise die Analyse mehrerer Dokumente, das Organisieren von Dateien oder das Erstellen vollständiger Berichte.
2 Cowork auf dem Smartphone – Aufgaben von unterwegs steuern
Du kannst unterstützte Cowork-Aufgaben auf unterschiedlichen Geräten starten, fortsetzen und überprüfen. Cloud-Aufgaben können auch dann weiterlaufen, wenn du deinen Computer gerade nicht verwendest.
Die frühere Dispatch-Funktion ist für neue Nutzer nicht mehr verfügbar.
3 Claude Projects – einen dauerhaften Arbeitskontext schaffen
In Projects kannst du Informationen, Dokumente und Anweisungen zu bestimmten Themen hinterlegen. Dadurch kann Claude bei neuen Unterhaltungen innerhalb des Projekts auf deine bereitgestellten Grundlagen zurückgreifen.
4 Claude Artifacts – interaktive Anwendungen und Dokumente erstellen
Artifacts ermöglichen dir, direkt innerhalb von Claude verwendbare Ergebnisse zu entwickeln. Dazu gehören beispielsweise Präsentationen, Designs, interaktive Rechner und kleine Webanwendungen.
5 Connectors und Cowork – mehrere Anwendungen miteinander kombinieren
Mit Connectors kannst du Claude mit externen Anwendungen verbinden. In Kombination mit Cowork lassen sich daraus mehrstufige Arbeitsabläufe entwickeln, bei denen Informationen aus verschiedenen Programmen zusammengeführt werden.
Häufige Fragen zu Claude und ChatGPT
Ist Claude besser als ChatGPT?
Das hängt von deinen Aufgaben ab.
Beide Plattformen unterstützen inzwischen KI-Agenten, Projekte, externe Anwendungen und die Erstellung umfangreicher Arbeitsergebnisse.
Welche Lösung besser geeignet ist, hängt von deinem konkreten Anwendungsfall ab.
Kann Claude selbstständig auf meinem Computer arbeiten?
Ja, sofern du die entsprechenden Funktionen verwendest und die notwendigen Berechtigungen erteilst.
Claude kann in unterstützten Arbeitsabläufen auf freigegebene lokale Dateien und Anwendungen zugreifen.
Die Verarbeitung neuer Cowork-Aufgaben erfolgt bei Pro und Max allerdings inzwischen standardmäßig in der Cloud.
Brauche ich Claude Pro für Cowork?
Für die regulären Cowork-Funktionen benötigst du einen geeigneten kostenpflichtigen Claude-Tarif.
Dazu gehören unter anderem Pro und Max.
Kann ich Claude kostenlos ausprobieren?
Ja.
Claude bietet einen kostenlosen Tarif, mit dem du beispielsweise chatten, Artifacts erstellen und eine begrenzte Anzahl von Projects verwenden kannst.
Einige erweiterte Funktionen benötigen allerdings einen kostenpflichtigen Tarif.
Kann ich Claude von meinem Smartphone aus arbeiten lassen?
Ja.
Du kannst unterstützte Cowork-Aufgaben über die mobile Claude-App starten oder fortsetzen.
Für Aufgaben, die auf lokale Dateien deines Computers zugreifen müssen, wird weiterhin eine entsprechende Desktop-Verbindung benötigt.
Kann ChatGPT inzwischen ebenfalls auf meinen Computer zugreifen?
Ja.
Mit der aktuellen ChatGPT-Desktop-App können Work und Codex bei entsprechender Berechtigung mit lokalen Dateien und unterstützten Anwendungen arbeiten.
Auch die Steuerung bestimmter Aufgaben von anderen Geräten aus wird unterstützt.
Welche KI sollte ich für mein Unternehmen verwenden?
Beginne mit den Anwendungen, die du bereits verwendest, und den Aufgaben, die du automatisieren möchtest.
Überprüfe anschließend, welche Plattform die benötigten Verbindungen und Funktionen unterstützt.
Gerade bei geschäftlichen Daten solltest du außerdem die Datenschutzbedingungen und Berechtigungen berücksichtigen.
Weiterführende Informationen und offizielle Quellen
Stand der Informationen: 24. Oktober 2026
Die beschriebenen Funktionen wurden anhand der offiziellen Dokumentation von Anthropic und OpenAI überprüft. Da sich beide Plattformen kontinuierlich weiterentwickeln, können sich einzelne Funktionen, Tarife und Verfügbarkeiten verändern.
Claude und Anthropic
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Dieser Beitrag erklärt die aktuellen Funktionen und ihre möglichen Anwendungsbereiche. Die beschriebenen Beispiele und Prompts sind praktische Anleitungen, keine Behauptung, dass sämtliche Arbeitsabläufe persönlich getestet wurden.
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